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[de] Die Abkürzung "PIN"


(Jeremy S.) #1

Moin

Hier sieht man das Problem. Der “PIN” fehlt wohl im Wörterbuch, denn weder nach einen, noch nach einem PIN wird vom LanguageTool akzeptiert, dabei wüsste eines von den beiden Beispielen richtig sein. Ich würde tippen, dass “nach einem” richtig ist.

Hier wird leider “nach dem PIN” auch nicht richtig erkannt, aber was komisch ist, dass

“nach den PIN” wird richtig als Fehler erkannt und wird auch “nach den PINs” vorgeschlagen.

Der Duden sagt:

Einzahl:
Die PIN
Der PIN
Der PIN
Die PIN

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/PIN

Umgangssprache:
Der PIN funktioniert nicht, was soll ich nur tun.
Mist ich habe dem falschen PIN eingeben.

Mehrzahl:
Die PINs
Der PINs
Der PINs
Die PINs

Grüße Dallun511


(Jan Schreiber) #2

Wenn wir zu viele sogenannte umgangssprachliche Abweichungen aufnehmen, geht der Witz von LanguageTool (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) irgendwann verloren. Laut Duden heißt es “die PIN”, und ich bin der Meinung, LT sollte erst dann nachziehen, wenn auch der Duden eines Tages vielleicht “der PIN” erlaubt (was durchaus passieren kann, wenn sich dieser Gebrauch weiter durchsetzt).

Hier gibt es eine Erklärung von Julian von Heyl: Das Geschlecht von Abkürzungen richtet sich nach der unabgekürzten Form. ‘PIN’ steht für ‘personal identification number’. Die naheliegendsten Übersetzungen für ‘number’ sind ‘Zahl’, ‘Ziffer’ und ‘Nummer’; alle drei sind Femininum. Fertig.

Ich gebe aber zu, dass der Fall nicht so ganz einfach ist: “Bitte den PIN eingeben” höre ich an der Supermarktkasse gefühlt einmal pro Woche. Trotzdem würde ich sagen: Wir LanguageTooler sollten abwarten, bis die maßgeblichen Wörterbücher (Duden, Wahrig, DWDS) einen Sprachgebrauch als etabliert ansehen, sonst wird das zu willkürlich.

Der Sinn von LanguageTool ist doch, dass es beim “richtigen Schreiben” (was immer das ist) helfen soll, oder?


(Jeremy S.) #3

Klar soll das LanguageTool dafür sorgen, dass wir richtig schreiben.
Das Problem als Autor ist, dass ich auch falsch schreiben muss, was ich anhand des Beispiels “der PIN funktioniert nicht” aussagen wollte, denn das LanguageTool sagt, das ist nicht erlaubt.

Weswegen ich mal nach der Funktion gefragt habe, ob man einzelene Sätze von der Analyse befreien kann.

In der Umgangsprach sagt man “der PIN” oder “nach dem/ den PIN”

Das ist mein Problem.

Grüße Dallun511


(Jan Schreiber) #4

Was sollen wir denn da machen? Generationen von Autoren haben sich da schon durchgekämpft und sich manchmal gegen die Lektoren durchsetzen müssen.

Wir können hier doch nicht die “Spezialeinstellung für jemand, der einen Roman schreibt, in dem gelegentlich (aber nur manchmal, je nach Kontext) auch pseudo-umgangssprachlich formuliert wird” einführen.

Ich würde Dir empfehlen, programmieren zu lernen, z. B. in Python. Ist nicht furchtbar schwierig und kann häufig wiederkehrende Fehler beheben.


(Knorr) #5

“Den PIN” ist schlicht und einfach falsch. Ich würde behaupten, dass es sich hierbei nicht mal um Umgangssprache handelt, sondern einfach um schlechtes Deutsch.
Unabhängig von dieser persönlichen Einschätzung sollte es aber in den genannten Beispielen keinerlei Unterschied machen, wenn die Passage in “die PIN” korrigiert wird.


(Jeremy S.) #6

Ihr seid euch zumindest sehr einig, was auch schön ist. zuminest was “den/ dem PIN” angeht.

“Der PIN ist leider falsch.” Was vermutlich verbreiteter ist. Ist das für euch mehr Umgangsprache oder würde ihr eher sagen. “Sechs setzen! Es heiß, die PIN ist falsch.”

Mit der Programmiersprache muss ich sagen, dass null Ahnung von Programmiersprachen habe und auch selbst noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Meine Stärken liegen mehr in der Hardware und Problembehebung, als im Programmieren.

Auch wenn es besser wäre, die Software selber zu programmieren, aber dann müsste zunächst neues Schreibprogramm programmieren, was wohl für einen Anfänger nicht so einfach ist.

Grüße Dallun511