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[DE][Frage] "Tempus"


(Jeremy S.) #1

Moin liebes LanguageTool-Team

Heute komme ich direkt auf dem Punkt und stelle meine Frage. Ist es möglich der Analyse des LanguageTool zu erweitern, um es in der Lage zu versetzen, dass es nur einem Tempus akzeptiert?

Euch ist garantiert bekannt, dass in Sachtexten nur “Präsens” und gegebenenfalls “Perfekt” erlaubt sind. Außer es handelt sich um ein direkt Zitat.

Das LanguageTool ist für die Allgemeinheit, weswegen ich davon ausgehe, dass das LanguageTool ein wahrer ALLROUNDER sein soll, der in allen Bereichen seine Stärken und Schwächen hat, was jede Software hat, die in allen Bereichen was zu bieten hat. Aber das LanguageTool soll imgrunde sich der Grammatik des Hochdeutsches und Fachsprache, sowie der Umgangssprache widmen.

Es ist nicht geplant, dass das LanguageTool an z. B. Schriftsteller optimiert werden, die gerne die grammatischen Regeln, wie z. B. statt pinkfarbigen Haaren, was der Duden vorschreibt, lieber pinke Haare schreibt, um den Kontext zu behalten und zudem einfache grammatische Regeln zu erschaffen, denn nicht jeder kennt sich mit dem Farbspektrum aus.

Der Tempus ist für alle wichtig, sowohl für einen Schriftsteller, als auch für ein Autor, Schüler, Lehrer etc. wichtig. Wenn in der Zukunft verlangt ist, muss natürlich auch Futur 1 oder Futur 2 eingesetzt werden, wo die anderen Zeitformen verboten sind.

Das LanguageTool unterscheidet in den seltensten Fällen zwischen den Zeitformen, wofür es grundsätzlich nichts kann. Diese Funktion dürfte sehr komplex sein und in vielen Fällen auch zu Missverständnissen führen, weil viele Nutzer das Präteritum und Plusquamperfekt nicht mehr aktiv einsetzen und daher nicht mehr kennen.

Mein Wunsch wäre es, wenn das LanguageTool in der Lage versetzt werden kann, dass es dem Tempus erkennt und bemängelt, wenn statt Vergangenheit Präsens geschrieben wird.
Diese Funktion kann auch ein exklusives Premium-Feature sein, welches bestimmt gerne genutzt wird.

Es muss nicht Morgen, Übermorgen und nächsten Monat fertig sein, denn es dürfte komplexer sein, als eine einfache Regel. Wir reden hier von einer Anasyle, die dem gesamten Text analysiert und erkennen muss, ob ich in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft schreibe, um sinnvoll arbeiten zu können. Aber ich kann mir diese Funktion für die Zukunft als großen Vorteil vorstellen, welcher nie seine Bedeutung verlieren wird.

Ich danke mich fürs Lesen.

Mit freundlichen Grüßen euer Dallun511 Ferewo


(Jan Schreiber) #2

Ich taste mich mal heran. Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du, dass LanguageTool es erkennt, wenn in einem Text die Zeit gewechselt wird. Ich habe folgendes Beispiel vor Augen:

“Er verließ den Raum, sie schaut [fehlendes e am Schluss!] ihm hinterher.”

Wenn ich dir soweit richtig gefolgt bin, habe ich gleich Anschlussfragen.

Woher sollen wir denn überhaupt wissen, welches Tempus gewünscht ist? Soll man das einstellen können oder wie? Oder soll LT das dominante Tempus statistisch ermitteln (ich halte das für machbar, ist aber nicht meine Liga)?

Was soll mit wörtlicher Rede passieren? Korrekt ist z.B. “Sie sagte: ‘Dein Hund stinkt!’” In der wörtlichen Rede wechselt das Tempus legitimerweise im Vergleich mit dem umgebenden Satz.


(Jeremy S.) #3

Ob statistisch ermitteln klappt, bin ich mir nicht sicher, aber es wäre eine Möglichkeit, wobei ich es lieber auswählen würde. Im Menü als Beispiel

In der wörtlichen Rede sollte die Regel nicht reagieren, denn Zitate ändern meistens ihren Tempus nicht oder haben einen anderen, als der geschrieben Text. Wenn der Text in Vergangenheit geschrieben wurde, aber das Zitat in der Zukunft spielt. In der wörtlichen Rede sollte sich die Regel ausnahmweise heraushalten.

Grüße Dallun511