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Komma und "worum"


#1

irgendwie scheint mir bei Grammaik einiges zu haken, vor allem bei Kommata und Bezüge. Beispiele:
“Eine Sorge weniger für uns, worum wir uns kümmern müssen.” Das Komma wrd reklamiert, ebenso das Wort “worum”

“Eine Sorge weniger für uns worum wir uns kümmern müssen.” - keine Fehlermeldung, “worum” ohne Komma geht, worum mit Komma nicht.

“Eine Sorge weniger für uns, um die wir uns kümmern müssen.” - keine Fehlermeldung

“Eine Sorge weniger für uns, um das wir uns kümmern müssen.” - keine Fehlermeldung, dabei ist Bezugswort “Sorge” weiblich, also “was” wohl falsch, müsste "sie " sein. Das Komma wird nicht reklamiert.


(Jeremy S.) #2

Der Duden sagt zwar, dass das Adverb “worum” häufig gneutzt wird, was ich nicht nachvollziehen kann, weswegen mir das Problem wohl bisher nicht aufgefallen ist, denn ich finde sehr recht häufig fehlende Regeln.

Hier fehlt einfach nur eine Regel, welche sicherlich bald erstellt wird.

Die Kommasetzung ist schrierig für ein Programm, weswegen es einig dauern kann, bis sie perfekt funktioniert.

Ich bitte deswegen um ein wenig Geduld.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Dallun511


#3

ist ja nicht nur das “worum”-Problem, sondern auch Nichterkennen von Geschlecht des Bezugswortes. Also Denglisch statt Deutsch. (Und Kommaregeln sollten schon richtig drin sein, n.m.Eindruck sind gar keine drin, sondern nur Zufallstreffer, wobei Korrektur während des Tippens richtiger ist, als Korrektur eines copy-past-Artikels.) Kurz: Schulbesuch wird dringender denn jeh, sonst verkommen wir in Denglisch.(Achja, wir habenja keine qualifiierten Lehrer mehr)

Wobei - zu meiner Verwunderung - anscheinend nur die Korrektur von Tunderbird und Windows Word sehr weitgehend richtig arbeiten. (Wobei Thunderbird ja auch das Language Tool benutzt, wenn ich das richtig sehe). Alle anderen liefern keine brauchbaren Ergebnisse.


(Jeremy S.) #4

Die deutsche Sprache ist keine leichte Sprache, weswegen es oft zu Fehlalarmen kommt. Das beste Beispiel sind sogar die Wörterbücher für die Programme, damit eine Rechtschreibprüfung erfolgen kann. Selbst diese haben Rechtschreibfehler wie “Schülerrinnen” enthalten. Zudem hat der Duden ebenfalls komische Regel, welche schwer umsetzbar sind.

Die Schulen haben einen Lehrermangel und die Grammatik hat sich über die Jahre gerne verändert, was das Leben mit der Sprache nicht vereinfacht. Personen, die LRS besitzen, leiden darunter und müssen mehrmals von Null anfangen. wenn sich die Regeln ändern. Der Deutschlehrer versucht sein Bestes, wenn einer überhaupt vorhanden ist. Zudem gehört Veränderung zur Sprache dazu. Denglisch ist halt ein Mix aus deutsch und englisch, weil viele die deutschen nicht mehr benutzen.

Ich sage auch nicht mehr. “Guter Job”, sondern “Nice/ good Job”, weil es sich besser anhört. Viele englische Abkürzungen haben sich durchgesetzt, was nicht wirklich aufzuhalten ist. Außerdem haben wir Wörter im Umlauf, die keine deutsche Übersetzung haben und von anderen Sprachen übernommen wurde. Die IT ist das beste Beispiel.

Das LanguageTool-Team gibt sein Bestes, um das bestmöglichste aus der Erweiterung/Software herauszuholen, was viel feingefühl fodert. Manche Regeln müssen reifen und ausgeblich getestet werden. Word bietet schon länger eine Grammatikprüfung, welche sich über die Zeit reglich verbessert hat, aber auch nicht perfekt ist.

Es wird niemals die “perfekte” Lösung existieren, denn das ist nicht machbar. Jede Regel hat leider seinen Preis, sei es Fehlalarme, welche vermieden werden müssen, oder die Performanz, welche schlechter wird, weil die Analyse aufwändiger ist und dafür mehr Leistung braucht.

Dieses Projekt existiert schon lange und ich bin schon über ein Jahr dabei. Ich beobachte die Entwicklung sehr interessiert und jede Full-Version biete immer was Neues. Das LanguageTool ist auf einem sehr guten Weg, welches durch die Entwickler und der Community erreicht hat.

Wenn Sie Vorschläge haben, welche ins Projekt gehören, sollten Sie sich nicht scheuen und Sie im Forum mit uns teilen. Jedes Mitglied kann helfen und diese Hilfe wird auch benötigt, um eine “nicht perfekte”, aber hilfreiche Software" für die Grammatik weiterzuentickeln.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Dallun511


#5

“niemals die perfekte Lösung” - kann ich nur bedingt zustimmen.
Wir haben es ja hierbei um etwas zu tun, was eigentlich für jeden Computer und Software machbar sein sollte: Die Nachbildung eines Regelwerkes, denn was anders ist Grammatik und Rechtschreibung ja nicht. Genau das - und nur das - wird ja in der Schule unterrichtet.
Es ist allerdings auffallend, dass bei einer einfach Überprüfung von z.B. diesem Satz “Großer Dank und Respekt an xyz und den anderen, mir unbekannten, Helfern.” keiner der Online-Seiten, incl. Duden, in der Lage ist, die Kommaregeln hierbei anzuwenden. (kommt vor “Helfern” ein Komma, oder nicht?)
Wenn also einerseits hochkomplexe Wettermodelle konstruiert werden, andertseits man nicht mal in der Lage ist, die vergleichsweise einfache Grammatik und Interpunktion zu “berechnen”, kann ich nur dem Kopf schütteln.

Wobei dann immer noch die Frage offen bleibt, wieso kann das Word? Sind die einfach schlauer bei MS?

Ich betone ausdrücklich, dass dies keine (!) Kritik an dem Team hier ist, aber ein Defizit offenbart, dass bei uns anscheinend eklatanter ist, als in anderen Ländern mit anderen Sprachen. Mein Verdacht ist, dass Denglisch zunehmend als regelkonform akzeptiert und Beibehaltung und Pflege unserer Sprache eher als lästig empfunden wird. Denn sonst wäre die personelle und notwendige finanzielle Ausstattung wohl größer.
(Anm.: Text mit LT geprüft :wink: )

P.S.: Ich bin kein Programmierer, nur neuerdings Hobby-Übersetzer Engl. -> Deutsch und verzweifle mitunter daran, eine saubere Übersetzung liefern zu können, die großteils auch von Kindern und Jugendlichen gelesen wird, von denen viele ein Sprachdefizit haben. Ich bin nicht bereit, Denglisch zulasten Deutsch zu fördern.


(Jeremy S.) #6

Das LanguageTool-Team hat nicht so viele Entwickler, wie MS Word. Bei Word gibt es einfach mehr Entwickler, die sich damit beschäftigien, als beim LanguageTool-Team.

Denglisch ist leider im Trend, was viele Gründe hat, worüber man sich stundenlang reden kann. Das was das LanguageTool hat, ist für mich schon viel. MS Word kostet Geld und behindert mich in vielen Aspekten, weswegen man mit dem LanguageTool zufrieden sein sollte, denn es kostet einen nichts. Außer man nutzt die Premiun-Version, welche keine pflicht ist.


#7

bestätigt meine These von fehlendem Geld wegen gesellschaftlicher/politischer Einstufung als unwichtig.

Und noch ein Satz als Testobjekt:
“Aber seid versichert, sodass wir alles getan haben, werden wir enden.”
“Aber seit versichert, so dass wir alles getan haben, werden wir enden.”
fein, gelle?
Beides geht ohne Fehlermeldung durch, nicht nur hier. seit/seid und ,sodass.
Meine Nackenhaare stehe wieder senkrecht. Bei solchen Ergebnissen lobe ich meinen alten Deutschlehrer und dessen Empfehlung “Bücher lesen, keine Zeitungen, und schon garnicht Internet” :rofl:

Anm: Da das Premium ja nicht schlauer ist, ist das nur ein Hinweis auf die Unsinnigkeit, für so was Geld auszugeben. SO einProjekt muss offiziell gefördert werden, und zwar richtig und dann mit Qalitätsanspruch (schafft Duden auch nicht, und das ist das besonders Bestürzende)


(Knorr) #8

Behoben! Diese sollte nicht mehr erscheinen